Deutsche Soldaten kämpfen und sterben im Krieg in Afghanistan. Die Gefallenen werden mit militärischen Ehren in der Heimat beerdigt. Über 40 deutsche Soldaten sind gefallen, Zehntausende sind traumatisiert. Alltag in Deutschland. Erst jetzt werden die Mängel an Ausbildung und Ausrüstung der Truppe diskutiert, die politische und die militärische Führung versuchen noch immer, die Gefahren und Konsequenzen zu verharmlosen. Für Tausende von Soldaten geht der Kampf nach ihrer Rückkehr weiter: Sie werden mit ihren Erlebnissen, mit ihren physischen und psychischen Verwundungen und Verletzungen alleingelassen. Eine rechtmäßige Unterstützung müssen sie oft vor Gericht erstreiten. "Die reden - Wir sterben": Diese traurige Bilanz zieht der langjährige Berufssoldat und Oberstleutnant a. D. Andreas Timmermann-Levanas aus über 20 Jahren Berufserfahrung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2010
Wilfried von Bredow erkennt die Konjunktur solcher Bücher wie dem vorliegenden. Der Bericht eines Opfers posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) infolge der Teilnahme mehrerer Bundeswehreinsätze in Bosnien und Afghanistan beeindruckt ihn allerdings durch die ausführlichen Schilderungen, in denen Andreas Timmermann-Levanas und seine Ko-Autorin Andrea Richter die Auswirkungen des Leidens sowie die Auseinandersetzungen mit Behörden und Kliniken über die Anerkennung als Wehrdienstbeschädigung darlegen. Die Parteilichkeit des Autors ist Bredow bewusst. Zum Ausgleich wünscht er sich eine Entgegnung seitens der früheren Dienstherren des Autors, möglichst einfühlsam am liebsten.
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