Als die Investmentbank Lehman Brothers über Nacht zusammenbrach, löste das Schockwellen um den ganzen Erdball aus. Die Bank war eigentlich zu groß und wichtig gewesen, um sie pleitegehen zu lassen. In einer Erzählung, die den Leser in die Büros der Mächtigen führt, rekonstruiert der Journalist Andrew R. Sorkin den dramatischen Ausbruch der Finanzkrise von 2008/2009 und die verzweifelten Bemühungen von Bankern und Politikern, den völligen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2010
Begeistert berichtet Rezensent Alexander Armbruster von seiner Lektüre, die er als "Politthriller erster Güte" tituliert, den er selbst dann noch empfehlen würde, wenn alles erfunden wäre. Ist es aber nicht. Andrew Sorkin hat 500 Stunden Interview mit mehr als 200 Personen dafür ausgewertet, und erzählt akribisch das Bankendrama um die Lehman-Pleite nach. Vom Aufstieg der handelnden Personen, ihrem Agieren in der Krise und ihre Familienverwicklungen (davon, dass sie für ihre riskanten Geschäften zur Verantwortung gezogen wurden, lesen wir natürlich nichts). Auch wie etwa Richard Fuld mit seinem Draufgängertum Bankenwelt beeindruckte, erzählt Armbruster in seiner Rezension nach. "Als essentiellen Beitrag zur Krisendeutung", lobt Armbruster diese Mammutreportage, auch wenn nicht ganz klar wird, worin Sorkins Deutungen nun bestehen.
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