Sei es durch Bankenkrisen oder Inflation, Schuldenbremse oder Zinsdebatten: Das Thema Geldpolitik ist in der Tagespolitik angekommen. Längst hat sich die Einsicht verbreitet, dass Geld kein neutrales Tauschmittel ist, sondern auch ein Instrument politischer Herrschaft. Gleichwohl fehlt noch immer das Bewusstsein dafür, wie eine demokratische Geldpolitik aussehen könnte. Hier setzt Stefan Eich mit seinem Buch an. Die Währung der Politik erzählt die politische Ideengeschichte des Geldes von der griechischen Antike bis in die Gegenwart als eine Geschichte geldpolitischer Krisen. Eich untersucht monetäre Krisensituationen und die politischen Theorien des Geldes von Aristoteles, John Locke, Johann Gottlieb Fichte, Karl Marx und John Maynard Keynes. Dieser Gang durch die Geschichte führt u. a. durch die Währungskrise 1797 und die Hyperinflation der Zwischenkriegszeit.Nicht zuletzt vermittelt Eich die paradoxe Macht heutiger Zentralbanken, die beispiellose Rettungsaktionen organisieren und dennoch von privaten Banken abhängig sind. Angesichts dieser Herausforderung lohnt es sich, die Kreditschöpfung stärker demokratisch zu steuern und mehr geldpolitische Demokratie zu wagen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2024
Ein wichtiges Anliegen hat dieses Buch des Politikwissenschaftlers Stefan Eich, so Rezensent Jakob Krembzow, gerecht wird es ihm allerdings nicht in vollem Umfang. Es geht Eich darum, die Rolle des Geldes für die moderne Gesellschaft aufzuzeigen, lernen wir, im Zentrum steht die These, dass das Geld als politisches Gestaltungsmittel unterschätzt wird. Das Buch ist, wie Krembzow darstellt, in erster Linie historisch orientiert, es setzt bei Aristoteles an und leitet dann zu John Locke, Fichte und Marx über. Irritiert ist der Rezensent davon, dass Jürgen Habermas und Michael Walzer recht viel Raum im Buch einnehmen, sind sie doch nicht unbedingt Spezialisten fürs Thema. Auch ansonsten moniert er, dass einige für das Verständnis der Gegenwart wichtige Positionen nicht oder nur am Rande auftauchen. Das ultimative Buch über Geld und Gesellschaft ist dies nun nicht, resümiert Krembzow, aber ein Anfang ist immerhin gemacht.
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