Einfach nur Erna!
Warum steckt in "Gemeinschaft" auch "gemein"? Solche Fragen interessieren Erna Majewski, 11. Sie besucht eine Gemeinschaftsschule und lebt, wie ihre Freundinnen Liv und Rosalie, im gemeinschaftlichen Wohnprojekt. Dass das ganze Gemeinschaftsgetue ungerecht und sogar verlogen sein kann, erleben Erna und ihre Freundinnen, als nach dem Schulfasching jemand mutwillig die Klos ruiniert hat: Weil der Täter sich nicht meldet, sollen jetzt alle dafür büßen. So eine Gemeinheit! Liv lässt das kalt, aber Erna ermittelt. Und sie findet heraus, was passiert ist. Aber soll sie es auch verraten? Schließlich gibt es laut einem Sprichwort drei Wahrheiten - deine, meine und die Wahrheit. Und wer kann die schon ertragen?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.08.2017
Rezensentin Andrea Duphorn gefällt die Klarheit mit der Anke Stelling in ihrem ersten Kinderbuch ihre elfjährige Heldin Erna auf die Welt blicken lässt. Erna lebt mit ihrere Familie in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt und besucht ein alternatives Schulprojekt in Berlin, in dem alle offenbar sozial und tolerant sind, resümiert die Kritikerin. Wenn Erna bald vermehrt Ungerechtigkeiten erlebt und die Doppelmoral der Erwachsenenwelt scharf und präzise beschreibt, klingt das für Duphorn aus dem Mund einer Elfjährigen zwar ein wenig ungewohnt, die sympathische kleine Heldin hat sie aber längst ins Herz geschlossen.
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