Was soll denn das: Ein Fremder soll bei den Mäusen einziehen?
Wo kommen wir denn da hin?
Ein Brief des Bürgermeisters verändert das beschauliche Leben der Mäuse in ihrer unterirdischen Höhle: Es soll jemand bei ihnen einziehen, der sein Zuhause verloren hat. "Wo soll der denn schlafen? Wir haben doch keinen Platz! Und die Kartoffeln reichen auch nicht für alle." Aber es dauert nicht lange und Lysander ist da. Er ist ein roter Lurch und furchtbar müde. Da Mäuse nicht gerne baden, bekommt er die Badewanne zugewiesen. Doch als er sie mit Erde und Körnchen füllt, platzt den Mäusen der Kragen. Aber Lysander gelingt es, der Mäusewelt etwas hinzufügen, was allen gefällt und er darf bleiben.
Antje Damm hat in der ihr ganz eigenen Technik ein Bilderbuch gemacht, das ein überaus aktuelles Thema in eine für Kinder sofort nachvollziehbare Geschichte verpackt.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 29.11.2017
Wie schwierig es sein kann, einen Fremden im eigenen Heim aufzunehmen und mit ihm zu teilen, was man besitzt und wie man mit dieser Fremdheit umgeht, zeigt Antje Damm sehr anschaulich in ihrem neuen Kinderbuch "Plötzlich war Lysander da", erklärt Rezensentin Eva-Christina Meier. Drei kleine Mäuse werden vom Bürgermeister aufgefordert, in ihrem Erdloch Platz zu machen für einen obdachlosen Lurch. Anfangs sind die Mäuse noch recht unsicher und argwöhnisch, doch ihre Schwierigkeiten werden bald aus dem Weg geräumt. Angenehm schlicht und direkt behandelt die Autorin und Architektin ihr Thema und schafft es sogar, am Ende mit einer unerwarteten Wendung aufzutrumpfen, so die erfreute Rezensentin.
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