Antonio Skarmeta

Mein Freund Neruda

Begegnungen mit einem Dichter
Cover: Mein Freund Neruda
Piper Verlag, München 2011
ISBN 9783492048453
Gebunden, 223 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Petra Zickmann. Antonio Skarmeta setzt mit seinem untrüglichen Gespür das Leben des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda in Beziehung zu dessen gefeierten Gedichten. Er kannte den Menschen Neruda, nicht nur seinen Mythos. Somit beschert er uns als ergriffener Zeitzeuge einmalige Einblicke in das Leben eines Mannes, der ebenso engagierter Politiker war wie grenzüberschreitender Lyriker. Reich an Anekdoten, Emotionen und geschrieben mit humorvollem Feingefühl, ist dies die Hommage eines berühmten Schriftstellers an seinen vielleicht noch berühmteren Freund.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2012

Ausgesprochen schön findet Rezensent Hans-Martin Gauger dieses Buch von Antonio Skarmeta, das er als Einführung in das Werk Pablo Nerudas nur wärmstens empfehlen kann. Skarmeta hat schon in seinem (als "Der Postmann" verfilmten) Roman "Mit brennender Geduld" dem Dichter ein Denkmal gesetzt und dort, wie Gauger erinnert, den heutzutage ungeheuerlichen Satz fallen lassen: "Die Dichtung gehört nicht dem, der sie schreibt, sondern dem, der sie benutzt." Im vorliegenden Buch nun erinnert sich Skarmeta im ersten Teil an seine Begegnungen mit der Dichter-Ikone, in einem zweiten versammelt und kommentiert er seine Lieblingsgedichte. Gauger, offenbar ein großer Bewunderer beider, lässt sich diese Anmerkungen eines Liebenden gern gefallen und betont, dass Neruda zwar ein moderner Dichter war, aber durchaus welthaltig und populär, volkstümlich gar. Wie sehr die Chilenen ihn liebten, belegt er mit einem weiteren Zitat, einem Graffito: "Nicht Neruda ist chilenisch, sondern Chile nerudianisch."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.01.2012

Tobias Heyl ruft noch einmal die außerordentliche "Verehrung" und Leidenschaft in Erinnerung, die der Dichter und Nobelpreisträger Pablo Neruda in den siebziger Jahren sowohl in Lateinamerika wie in Europa genoss. Insofern ist für ihn auch Skarmetas Erinnerungsbuch über den Dichter über jede Kritik erhaben, denn Skarmeta wird darin nicht müde, die überragende Bedeutung Nerudas, wenn auch mit selbstironischen Tönen, zu preisen. Während er im ersten Teil über persönliche Begegnungen mit Neruda schreibt, hat er im zweiten Teil zwanzig Gedichte Nerudas mit sehr "persönlichen Interpretationen" versehen, die dem Rezensenten eindringlich die glücklichen Zeiten ins Gedächtnis rufen, als Lyrik noch "so anspruchsvoll und populär zugleich" war.
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