Mit 21 Abbildungen. Mit Wieland verband sie eine Liebelei, von Goethe erhielt sie den Ritterschlag der Klassik, ihren Enkeln Bettine und Clemens Brentano war sie eine wohlmeinende Großmutter. Die 1730 geborene Sophie La Roche war wahrhaftig "die Zierde unsers Säkulums" (J. M. R. Lenz). Furore machte sie mit ihrem Roman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" (1771). Ihre eigene "Geschichte" ist keineswegs weniger interessant: Ein unduldsamen Vater, der ihre Bildung schon früh befördert, unglückliche Lieben, eine Vernunftheirat, der Wechsel aus der bürgerlichen in die höfische Sphäre, das Leben als Schriftstellerin und als Gastgeberin eines Salons, der sie zur "großen Dame" des geistigen Lebens in Deutschland macht. Armin Strohmeyr hat diesen Roman eines Lebens anlässlich ihres 200. Todestags aufgezeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2006
Alexander Kosenina lobt Armin Strohmeyers Biografie der Bestsellerautorin Sophie von La Roche zunächst gutwillig für seinen flüssigen Stil und seine "lebendige" Darstellung des bewegten Lebens der mit Wieland befreundeten Hofdame. Auch den gesellschaftlich-künstlerischen Kontext der Schriftstellerin stelle diese Biografie eindrücklich vor Augen, indem sie eingehend den literarischen Zirkel, der auch von Goethe oder Merck besucht wurde, ins Bild rückt, so der Rezensent anerkennend. Was ihn stört, sind die Passagen, in denen Strohmeyer die Empfindungen und Reflexionen La Roches mit zu erfassen versucht. Statt dieser "poetischen" Einlassungen hätte sich Kosenina eine nicht nur auf lebensgeschichtliche Details stützende Lektüre der Romane und Erzählungen der Autorin gewünscht. Vielleicht hätte damit auch das Standardurteil, La Roches fieberhafte Textproduktion habe dem Vergleich mit ihrem Debütroman nicht standhalten können, eine Relativierung oder auch nur eine besser belegte Grundlage erfahren, resümiert der Rezensent enttäuscht über diese verpasste Chance.
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