Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.07.2002
Ein bisschen Skepsis lässt die Rezensentin Edeltraud Rattenhuber gegenüber der Art und Weise durchscheinen, wie die Herausgeber und Autoren dieser Aufsatzsammlung sich ihrem Thema nähern. Die Stoßrichtung hat sie schnell ausgemacht, in ihren Augen geht es den Herausgebern darum, "aufzurütteln" und aufzuzeigen, dass die USA in der Folge des 11. Septembers einen "'Informationsirrgarten' angelegt haben", um von ihren wahren Interessen in Afghanistan abzulenken. Inhaltlich widerspricht die Rezensentin den Autoren zwar nicht direkt, bemängelt aber, dass auch die Autoren keine wirklichen Antworten auf die auf sieben Seiten am Anfang des Buches gestellten Fragen geben. Außerdem wirft sie ihnen etwas süffisant vor, dass "ihre Quellen übrigens meist jene Medien sind, denen sie so pauschal vorwerfen, sich nach den Terrorattacken von New York zu Erfüllungsgehilfen der Mächtigen gemacht zu haben". Trotzdem: Rattenhuber gesteht den Autoren zu, sich mit durchaus relevanten Fragen und Widersprüchen zu beschäftigen und hofft auf deren Aufklärung.
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