Barbara Zeizingers Gedichte "sind in ständiger Bewegung", schrieb Astrid Nischkauer auf fixpoetry über den letzten Lyrikband der Autorin. Dies trifft auch für die neuen Gedichte zu. In ihnen spricht sie vom Weggehen, von nicht immer freiwilligen Abschieden und vom Ankommen, von einer Welt, in der man sich stets neu verorten muss. Sowohl bei Gedichten, in denen ein biografischer Hintergrund durchschimmert, als auch in solchen, die das lyrische Ich mit dem Fremden konfrontiert, immer eröffnet die Autorin in poetisch dichter Sprache unbekannte Räume. Trotz der von Empathie getragenen Grundhaltung der Gedichte verweigern sie einfache Antworten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2017
Renate Schmidgall bewundert die Dichterin Barbara Zeizinger für ihre Entscheidung, aufs Experimentelle zu verzichten und sich auf das Benennen und Beschreiben der Welt zu konzentrieren, für Schmidgall die älteste Aufgabe der Dichtung. Dass das Einfach das Schwierigste ist, weiß Schmidgall auch. Umso dankbarer ist sie Zeizinger für Authentizität und glaubwürdige poetische Bilder, die der sensiblen und genauen Beobachtung entspringen. Ihr Thema Zeit und Erinnerung geht die Autorin laut Schmidgall mit doppelbödigen Sätzen und der Verbindung von Konkretem und Abstraktem an, durch das Infragestellen von scheinbar Selbstverständlichem. Die Mehrdeutigkeit der Sprache verweist hier auf die Ambivalenz der Welt, erklärt die Rezensentin.
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