Mein Name ist Barbra
Autobiografie

Luftschacht Verlag, Wien 2024
ISBN
9783903422506
Gebunden, 1200 Seiten, 46,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Raimund Varga. Barbra Streisand ist eine lebende Legende, eine Frau, die in ihrer sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere in allen Bereichen der Unterhaltung brillierte. Sie gehört zu den wenigen EGOT-Gewinnern (Emmy, Grammy, Oscar und Tony) und hat eine der größten und bekanntesten Stimmen in der Geschichte der Popmusik. Sie wurde sechsundvierzig Mal für einen Grammy nominiert und war mit Yentl die erste Frau, die einen großen Kinofilm schrieb, produzierte, dabei Regie führte und die Hauptrolle spielte. In "Mein Name ist Barbra" erzählt sie ihre eigene Geschichte über ihr Leben und ihre außergewöhnliche Karriere, vom Aufwachsen in Brooklyn über ihre ersten Auftritte als Star in New Yorker Nachtclubs bis hin zu ihrem Durchbruch in "Funny Girl" (Musical und Film) und der langen Reihe von Erfolgen in allen Mediensparten in den folgenden Jahren. Sie erzählt von ihren frühen Bemühungen, Schauspielerin zu werden, und wie sie sich schließlich dem Singen zuwandte, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen; von ihrem politischen Engagement; und von der Erfüllung, die sie in ihrer Ehe mit James Brolin gefunden hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 11.01.2025
Rezensent Jan Feddersen begegnet Barbra Streisands Memoiren zunächst mit der gebotenen Skepsis - nicht immer lässt sich aus Autobiografien von Prominenten Neues erfahren. Die 1200 Seiten, die die durch "Funny Girl" und "Yentl" bekannte Künstlerin nun vorgelegt hat, sind aber intensiv, detailreich und spaßig: Sie erzählen nicht nur von der Selbstfindung eines Mädchens, das nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht, aber mit ihren Talenten trotzdem ganz nach oben kommt, sondern auch davon, wie es ist, als Jüdin in einer Kulturindustrie zu arbeiten, in der man mit seinem Jüdischsein nicht auffallen wollte, berichtet der angetane Feddersen. Auch die linksliberale politische Orientierung, ihre lockere Sexualmoral und Klatsch über andere Prominente spielen eine Rolle in dem Buch, das für den Kritiker eine gelungene "lebendige Kultur- und Sittengeschichte" ist, die er mit Vergnügen gelesen hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2024
Insgesamt wohl fühlt sich Rezensentin Marion Löhndorf in Barbra Streisands umfangreicher Autobiografie. Vollgestopft mit Details ist dieses Buch, beschreibt Löhndorf, insbesondere da, wo es um Essen oder auch um Mode geht. Besonders schön findet Löhndorf die Passagen, die der Kindheit Streisands als Tochter einer in wenig glamourösen Verhältnissen lebenden jüdischen Familie gewidmet sind. Entlang des Buches zeichnet die Rezensentin im Anschluss nach, wie Streisand ihr für einen Star ungewöhnliches Äußeres zu ihrem Markenzeichen machte und stets darauf bedacht war, die Kontrolle über ihre Karriere zu behalten, etwa in der Auswahl ihrer Lieder, aber auch, was die Covergestaltung der Memoiren betrifft. Ein paar Längen hat dieses Buch aufgrund der Überfülle an Details, gesteht Löhndorf ein, aber insgesamt sollten gerade Fans viel Freude haben mit diesem im angenehmen Plauderton geschriebenen Buch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2024
Lang ist sie, diese Autobiografie Barbra Streisands, gesteht Rezensent Bert Rebhandl ein, aber sie ist durchaus reich- und detailhaltig. Besonders viel Raum nimmt Streisands Arbeit ein, also die Arbeit an Musik und Filmen, allein die Entstehung des von ihr selbst inszenierten "Yentl", der sie als eine dezidiert jüdische Künstlerin präsentierte, ist über hundert Seiten lang, staunt der Kritiker. Streisands Kindheit kommt aber ebenfalls nicht zu kurz, prägend war die Abwesenheit des Vaters, später geht es auch um Streisands Beziehungen, unter anderem um ein Techtelmechtel mit Pierre Trudeau, mit Warren Beatty hat sie vermutlich auch geschlafen, denn schließlich: wer nicht? Rebhandl ist besonders von jenen Passagen angetan, die nicht nur Behauptungen aufstellen, sondern diese auch anschaulich belegen, etwa wenn es darum geht, weshalb Frank Pierson die falsche Wahl war für Streisands "A Star Is Born"-Version. Die Übersetzung liest sich hier und da ein wenig sonderbar, klingt fast automatisiert, räumt der Rezensent ein - nichtsdestotrotz: Im Genre der Star-Memoiren ist das sehr respektabel, was Streisand hier abliefert, findet er.
Rezensionsnotiz zu
Die Welt, 16.11.2024
"Endlich einmal eine Diva, die glücklich gealtert ist!", freut sich Rezensent Peter Praschl nach der Lektüre der 1200 Seiten starken Autobiografie von Barbra Streisand, die ihr Leben fast zu detailreich erzählt. Von der fast dämonisch wirkenden Mutter über den kometenhaften Aufstieg in der Hauptrolle des Musicals "Funny Girl" bis hin zur glücklichen Ehe mit James Brolin erzählt Streisand in aller Opulenz aus ihrem Leben, auch die Beleidigungen, die sie etwa von Walter Matthau und Sydney Chaplin, hat sie nicht vergessen, so Praschl, der gern mehr darüber erfahren hätte, wie sie von Anfang an dieses große Selbstbewusstsein haben konnte. Denn das Buch lehrt ihn, dass ihre "Unbeugsamkeit das Geheimnis ihrer Größe" ist.