Entwürfe einer Ethik des guten Lebens haben zur Zeit Konjunktur. Sie verstehen sich in der Regel als Gegenentwürfe zur so genannten Pflichtethik Kants, in der die Frage nach dem Lebensglück keinen Platz zu finden scheint. Beatrix Himmelmann zeigt, wie viel Kant zu dem angeblich verbannten Thema des Glücks zu sagen hat. Sie gibt eine historische und systematische Gesamtdarstellung der Ethik Kants, ortet darin den Glücksbegriff, der zentraler ist als üblicherweise angenommen, und zeigt schlüssig, warum jüngere Diskussionen zur Frage nach dem guten Leben nicht bis auf die antike Philosophie zurückgehen müssen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2003
In ihrer knapp gehaltenen, überarbeiteten Habilitationsschrift will Beatrix Himmelmann verdeutlichen, dass Kants Ethik, die in der Regel als reine "Sollensethik" gelesen wird, der Begriff des Glücks keineswegs fremd ist. Diesen Versuch findet der Rezensent mit dem Kürzel "upj." allerdings wenig überzeugend, da er mit einer heftigen Beschneidung dessen, was man in neueren Theorien der "Lebenskunst" Glück nennt, verbunden ist. Unverzichtbar bleibe dabei nämlich eine Idee vom "gelingenden Leben" - und gerade die bleibe auch Himmelmanns neue Kant-Lektüre schuldig.
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