Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2005
Einen zwiespältigen Eindruck hat Bernd Lemkes Buch über Luftschutz in Deutschland und Großbritannien zwischen 1923 und 1939 bei Rezensent Magnus Brechtken hinterlassen. Beeindruckend findet Brechtken die Fülle an zeitgenössischen Meinungen, Diskussionen und Details über Pläne und Aktionen zu Luftschutz und ziviler Kriegsvorbereitung auf beiden Seiten, die Lemke ausbreitet. Zudem lobt er dessen Darstellung von Personen, Institutionen und Entwicklungen als "kenntnisreich", zumal es sich um ein Forschungsgebiet handelt, das bislang vernachlässigt wurde. Andererseits hätte er sich eine erweiterte Reflexion auf die verfügbaren Publikationen in beiden Ländern gewünscht. Lemkes Porträt der britischen Gesellschaft vor 1918 und seine Erörterungen zu Themen wie Militär, Militarismus und Wehrhaftigkeit hält er ebenso wie den Umgang mit den deutschen Quellen für ungenau. Zudem hält er dem Autor "störende Unschärfe" bei Begriffen und Formulierungen vor. Das Resümee des Rezensenten: "Seinen Wert erhält Lemkes Buch durch die umfängliche Materialsammlung zum Zwei-Länder-Vergleich des Luftschutz-Diskurses und die Präsentation vielfältiger Positionen zur zivilen Konfliktvorbereitung, die die Zwischenkriegszeit durchzogen."
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…