Die repräsentative Demokratie ist in der Krise. Warum? Weil sie keine echte Teilhabe gewährt, sondern zu einer modernen Aristokratie mutiert ist, die die meisten Menschen von der politischen Macht ausschließt. In einer Demokratie im wahren Wortsinn, einer Herrschaft vom Volke aus, sollte das ökonomische und kulturelle Kapital der Bürgerinnen und Bürger keine Rolle spielen, fordern der renommierte politische Ökonom Bruno S. Frey und der Historiker Oliver Zimmer. In ihrem innovativen Buch präsentieren sie ein überzeugendes Konzept für echte Beteiligung wirklich aller am politischen Prozess. Sie schlagen den Bogen von Erkenntnissen aus der Geschichte zu Ideen für die Zukunft und zeigen: Es gibt die Lösungen für viele Probleme unserer Zeit bereits - wir müssen nur bereit sein, sie auch umzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2023
Rezensentin Mona Jaeger ist nicht sicher, ob die Autoren Bruno S. Frey und Oliver Zimmer in ihrem Buch den richtigen Weg einschlagen, wenn sie über den Erhalt beziehungsweise die Erweiterung der Demokratie nachdenken. Dass das britisch-schweizerische Professorenduo ungewöhnliche Ideen entwickelt, um mehr Mitbestimmung der Bürger zu erlangen, stößt für Jaeger dort an Verständnisgrenzen, wo etwa französische Demokratievorstellungen aus dem 18. Jahrhundert herangezogen werden, ohne dass der Bezug zur Gegenwart deutlich wird, oder die Autoren das Losverfahren für politische Entscheidungen empfehlen, um dem Lobbyismus zu entgehen.
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