Der Weltbestseller "Götter, Gräber und Gelehrte" gilt als Wegbereiter des modernen Sachbuchs in Deutschland. C. W. Ceram erzählt darin die Geschichte der Archäologie als packenden, hochinformativen Tatsachenroman. Von Europa über den Vorderen Orient bis in die Neue Welt folgt er den Spuren der großen Forscher und Abenteurer. Der Leser scheint hautnah dabei zu sein, wenn Schliemann Troja entdeckt, Carter die legendäre Grabkammer des Tutanchamun öffnet, Koldewey Babylon freilegt, Thompson nach dem Schmuck der Maya taucht oder Champollion die Hieroglyphen entschlüsselt - und untergegangene Welten ihre Geheimnisse preisgeben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.03.2008
David Oels hat die überarbeitete Neuauflage des 1949 erschienenen Sachbuch-Klassikers "Götter, Gräber und Gelehrte" in Augenschein genommen und ist nicht glücklich. Das Buch über die spektakulären archäologischen Funde in Ägypten, das für den Rowohlt Verlag zu einem beispiellosen Erfolg wurde, ist ein Zwitterwesen zwischen Literatur und Sachbuch und lebt nicht zuletzt von den zeithistorischen Anspielungen auf die zur Zeit des Erscheinens allerjüngste Vergangenheit, konstatiert der Rezensent. Dass Michael Siebler in seiner Überarbeitung ausgerechnet diese Spuren tilgt, im Anspruch, das Buch "wissenschaftlich" auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen, verkennt nicht nur seinen Charakter als Zwischenwesen zwischen Roman und Sachbuch, es nimmt ihm auch viel von seinem Reiz, so Oels unzufrieden. Denn es komme bei diesem "Roman der Archäologie" eben nicht vornehmlich auf die sachliche Richtigkeit, sondern auch auf die "erzeugten Bilder" an, stellt der Rezensent klar.
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