Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Erst wenn wir alles über das Testosteron wissen, können wir uns selbst und einander besser verstehen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Testosteron eine potente Kraft in unserer Gesellschaft ist, die die Geschlechter voneinander unterscheidet. Wie die Evolutionsbiologin Carole Hooven zeigt, sorgt das Hormon für viele verschiedene männliche und weibliche Verhaltensweisen. Aber auch wenn viele Geschlechtsunterschiede in der Biologie begründet sind, lassen sich davon nicht zwingend restriktive Geschlechternormen oder patriarchalische Werte ableiten. Hooven beschreibt das komplexe Zusammenspiel zwischen Genen, Hormonen, sozialem Umfeld und Erfahrungen, das uns zu dem macht, was wir sind. Dabei deckt Hooven wirkungsvoll falsche oder irreführende Annahmen über Testosteron auf.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.06.2022
Rezensent Volkart Wildermuth lernt Wissenswertes über Testosteron mit dem Buch der Evolutionsbiologin Carole Hooven, die dem Hormon und seiner Wirkung bei Mensch und Tier nachgegangen ist. Stark findet Wildermuth das Buch, wenn die Autorin mit Trans-Personen spricht oder die Neigung zu Gewalt von Männern auf das Testosteron zurückführt. Weniger gut gefällt dem Rezensenten Hoovens generelle Sicht auf das Hormon, die er insgesamt doch recht eindimensional findet. Die Forschungslage gäbe durchaus plausible Gegenargumente zu Hoovens Einschätzung des Hormons als überaus bestimmend her, glaubt er.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2022
Rezensentin Nicola von Lutterotti lernt mit dem Buch der Evolutionsbiologin Carole K. Hooven Wissenwertes über Testosteron. Vorurteile und Behauptungen über das Hormon klärt die Autorin kenntnisreich und nah an der aktuellen Forschung und führt die Leserin didaktisch geübt an das Thema heran, erklärt die Rezensentin. Wie das Hormon arbeitet und Verhalten beeinflusst, vermittelt sie laut Lutterotti einleuchtend auch anhand von Beispielen aus dem Tierreich und unter Berücksichtigung von Themen wie Homosexualität und Trans-Gender.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…