Diese Einführung stellt Ludwig Wittgenstein als einen Zeichendenker, einen semiotischen Philosophen und Ästhetiker vor, der den Begriff "Sprache" sowohl im Sinne der Alltagssprache als auch metaphorisch reflektiert: als zeichenhaftes Handeln. Für Wittgenstein ist alle Philosophie Sprachkritik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.02.2008
Erst macht sich Matthias Kross gehörig lustig über den seit Jahren zu beobachtenden Drang, philosophischen Stoff auf knappem Raum mundgerecht zu portionieren. In Einführungen sollen Gesamtwerke fasslich abgehandelt werden, was natürlich ein Unding ist. Anders als dieser Anlauf erwarten ließe, ist Kross mit Chris Bezzels Einführung in das Denken von Ludwig Wittgenstein eigentlich ziemlich zufrieden. Gewiss, der Mathematiker Wittgenstein werde ganz ausgeblendet, und was Wittgenstein nicht ist - ein "analytischer Philosoph" - hätte Bezzel auch nicht so oft erwähnen müssen. Sonst ist aber vieles sehr in Ordnung: "Klug ausgewählt" die Zitate, durchweg Konzentration auf "Schlüsselbegriffe" - dadurch entstehe die vom Philosophen selbst so geschätzte "Übersichtlichkeit". Gelobt wird die Bibliografie sowie im Anhang ein Glossar. Bleibt unterm Strich eine recht eindeutige Empfehlung für den Wittgenstein-Anfänger.
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