In seinem "Zukunftsentwicklungsroman" wagt Christian Lutz einen szenarienhaften Ausblick ins nachindustrielle Zeitalter und macht zahlreiche Entwicklungen anschaulich nachvollziehbar: Technologien, Organisations- und Führungsmethoden, individuelle Lebens- und Beziehungsmuster, Industrie- und Produktdesign, Wohnformen, Mode, Raumordnung und Verkehr, Lifestyle, Werte und kulturelle Muster, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Der zweite Teil vermittelt die Hintergründe zu den geschilderten Szenarien und zeigt - ausgehend von den Tendenzen zu Beginn des dritten Jahrtausends -, warum sich die Gesellschaft auf ein kulturelles Zeitalter zubewegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2003
Der "cav." zeichnende Rezensent lässt offen, wie schlüssig er Christian Lutz' Argumentation über den zukünftigen gesellschaftlichen Status von Frauen wirklich findet. Zumindest in "formaler Hinsicht" sieht er einen deutlichen Fortschritt gegenüber seinen früheren Publikationen. Das liege vor allem an der erfolgten Trennung zwischen "narrativem" beziehungsweise "analytisch-theoretischen Teil". Inhaltlich scheint er trotzdem nicht sonderlich von diesem Zukunftsentwicklungsroman überzeugt: Lutzs Thesen sind nach Ansicht des Rezensenten "ungebrochen technik- und marktgläubig". Freude an der Lektüre dürften deshalb vor allem "Unternehmensberater und Schönheitschirurgen" haben.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…