Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2003
Thema und Umsetzung von Christine Chiado Ranas Dissertation über das Motiv des Weiten in Wolfgang Hildesheimers literarischem Werk findet der Rezensent mit dem Kürzel "snr" gelungen und "überzeugend". Den der Arbeit zugrunde liegenden und gleich "einleitend formulierten" Widerspruch findet der Rezensent durchaus schlüssig und sieht darin eine gute Forschungsgrundlage: "Weite ist beides zugleich, Zuflucht und Fluchtpunkt". Der einzige Einwand beziehungsweise Zusatz, den der Rezensent seinem positiven Urteil beifügt, bleibt jedoch rätselhaft: "Nimmt man jedoch Hildesheimer selbst ernst und betrachtet die Weite als wesentliches Merkmal des Schreibens, dann kennzeichnet die Weite zum einen die Literatur als ein nicht reduzierbares Phänomen". Was auch immer er damit aussagen will - offensichtlich ist die Lektüre der Dissertation bereichernd und anregend, wenn man sich mit Hildesheimers Prosa beschäftigen will.
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