Pilze essen macht satt, Pilze finden zufrieden und Pilze suchen glücklich. Wenn Hans Helmut Hillrichs mit PSH (= Pilzsuchhund) Pauline durchs Unterholz streift, geht es ihm gut. Dass Pauline mit ihren sieben Hundejahren dabei noch nie fündig geworden ist, kann das Glück des passionierten Pilzesammlers nicht trüben. Wie jede Passion führt auch diese zu Verhaltensweisen, die dem Außenstehenden mehr als verdächtig vorkommen, und dem selbstironisch Reflektierenden mitunter verstörende Einblicke in die Untiefen der eigenen Seele bieten. Oder wie ist es zu deuten, wenn man sich im Wald zwar etwas verschämt, aber im Ergebnis hemmungslos nahezu aller Kleidungsstücke entledigt, um zusätzliche Tragetaschen für die Pilzausbeute zu schaffen? Der Autor blättert mit wohligem Schauern im Verbrecheralbum der Giftpilze und verweist erhobenen Hauptes auf den positiven Einfluss von Pilzen in der Weltgeschichte. In einem Kapitel lässt er sein Verhältnis zum majestätischen Steinpilz Revue passieren und verneigt sich in einem weiteren vor dem berühmtesten Pilz der Weltliteratur: Gottlieb Theodor Pilz, und seinem Schöpfer Wolfgang Hildesheimer.
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