Nach der Ausgabe letzter Hand von 1874. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Werner Schauer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2004
Christoph Theodor, Sohn vom "berühmten Sagen-Schwab", besuchte in den Jahren 1841 bis 1843 den Dichter Hölderlin, "der im obersten Stock eines Turms in Tübingen lebte und vom Fenster aus auf den Neckar schauen konnte". Er überredete ihn, so heißt es, wieder Gedichte zu verfassen, hielt seine Grabrede und verfasste, in den Worten von Walter Benjamin, die dem Verlag als Werbetext wie gerufen kommen, eine der "großen gründenden Dichterbiografien". Rezensent Eberhard Rathgeb hat einen Grund für seinen ironisch-gesalbten Tonfall - er hält den Verfasser nämlich für einen braven Sohn seines Vaters und seine biografische Hölderlin-Studie für eine "deutsche Dichtersage". Und zwar eine, die längst widerlegt sei: "Das Götterkind schwebte eben nicht den ganzen Tag reimend über den Wiesen der Schwäbischen Alb dahin." Aber hier darf sich das "verdruckste neunzehnte Jahrhundert" noch einmal von seiner schwärmerischen Seite zeigen. Der spottende Rezensent hat nichts dagegen.
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