Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Union und Grünen ist in der deutschen Parteiengeschichte einzigartig. Als fundamentaloppositionelle Bewegung gegründet, lehnten die frühen Grünen fast alles ab, was Christdemokraten heilig war: Tradition, Wachstum, Westbindung. Für die Union dagegen waren die Grünen Staatsfeinde. Schwarz und Grün - das war noch bis in die Neunziger wie Schwarz und Weiß. Doch weil sich beide Parteien tiefgreifend wandelten, gelang es, diese Gräben zu überwinden. Über die Jahre wurden aus politischen Erzfeinden Bündnispartner. Erst in den Kommunen, dann in den Ländern - und vielleicht bald auch im Bund. Christoph Weckenbrock erzählt die spannende Geschichte von Schwarz und Grün - bvom Ende der siebziger Jahre bis zum Vorabend der Bundestagswahl 2017.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2017
Karl-Rudolf Korte erfährt beim Bonner Politikwissenschaftler Christoph Weckenbrock, wie Schwarz-Grün möglich wurde. Die Profile der beiden Parteien und die schrittweise Annäherung vermag der Autor ihm verdichtet darzulegen. Solide und sachkundig findet Korte Weckenbrocks Nachweise insbesondere der Kurskorrekturen bei den Grünen, anregend scheint ihm das Temperament der Studie insgesamt. Etwas mehr Koalitionsforschung hätte ihm die Bündnisse noch verständlicher gemacht.
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