Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2000
Marc Degens hat an dieser Studie, die sich mit männlichen Strategien beschäftigt, Frauen im Erwerbsleben die weniger prestigeträchtigen und langweiligeren Routinearbeiten zuzuschieben, Grundsätzliches auszusetzen. So lobt er zwar die "anschauliche und amüsante" Darstellungsweise der Autorin, kritisiert jedoch, dass sie als Grund für ungerechte Arbeitsverteilung allein "Mentalitätsunterschiede" zwischen Männern und Frauen geltend macht und gesellschaftliche Strukturen gänzlich ignoriert. Zudem tadelt er den Titel als irreführend, denn es würden weniger spezielle Arbeitsvermeidungstricks als vielmehr Archetypen dargestellt, denen Frauen in der Arbeitswelt begegnen. Der Rezensent wirft der Autorin vor, sie verlange von Frauen, sich die gleichen Strategien zu eigen zu machen, woraus zu folgern wäre, so der Rezensent listig, dass Männer "bereits die besseren Frauen" sind.
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