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Kyra Ter Horn, Anja Theurer

Die große Gleichberechtigungslüge

Chefin sucht Chefsessel
Cover: Die große Gleichberechtigungslüge
Ehm Welk Verlagsbuchhandlung, Angermünde 2011
ISBN 9783981170399
Gebunden, 218 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

"Und was hat Josef Ackermann noch gleich von sich gegeben, bevor sein Presseberater mal wieder in die Tischkante biss? Mit Frauen wird es farbiger und schöner. Na, dann machen wir es dem Joe und seinen Kumpels doch schön bunt - für 500.000 im Jahr machen wir ihm jeden Tag den Papagei!" Kritisch und wo nötig auch gerne mal bissig zeigen die Autorinnen auf, warum Frauen es in Deutschland immer noch schwer haben, Führungspositionen auf oberster Ebene einzunehmen. Die große Gleichberechtigungslüge enthüllt: Dort, wo es um Macht, Geld und nicht zuletzt Sex geht, bleiben die männlichen Machteliten auch weiterhin lieber unter sich. Auch Einzelbeispiele erfolgreicher Frauen, wie sie in den Medien dieser Tage gerne zelebriert werden, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen und Männern bei ihrem beruflichen Aufstieg nach wie vor hochgradig ungleiche Waffenarsenale zur Verfügung stehen. Das Buch wartet mit den wahren Erlebnissen beruflich ambitionierter Frauen auf, die die Spielregeln der Macht zwar hinlänglich kennen und durchschauen, im Machtpoker selbst aber noch längst nicht mitspielen dürfen. Damit befeuert das Werk die hochaktuelle Quotendiskussion.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.12.2011

Feige Frauen, die sich lieber ins Mutterdasein flüchten, statt sich im Beruf durchzusetzen, und die somit selbst schuld sind, wenn sie keine Karriere machen - gegen diese zuletzt häufiger gehörte These haben Kyra ter Horn und Anja Theurer ein "Pamphlet" verfasst, dass Rezensentin Heide Oestreich als notwendige Ergänzung zu den Frauen-sind-selber-schuld-Büchern gelesen hat. Im Band versammelt seien die Erfahrungen aus dem anonymisierten Bekanntenkreis der beiden Autorinnen. Nicht nachprüfbar also, aber doch interessant, so Oestreich. Denn hier lerne man ganz konkret etwas über die subtilen Mechanismen, mit denen Frauen von den besseren Futtertrögen ferngehalten werden. Oestreich wundert es nach der Lektüre nicht mehr, dass sich so viele Frauen lieber ins Private zurückziehen. Um gegen diese Mechanismen zu kämpfen, müssten normale Frauen schon "Superweiber" werden, so die nachdenkliche Rezensentin.