Die Soziologin Jutta Allmendinger ist mit ihrer Geduld am Ende. Seit über drei Jahrzehnten untersucht sie, wie Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, und ihr ernüchterndes Fazit lautet: Wir bewegen uns rückwärts in die Zukunft. Corona hat die wahren gesellschaftlichen Verhältnisse wie unter einem Brennglas hervortreten lassen: Männer arbeiten, Frauen arbeiten auch - und versorgen die Kinder. Männer verdienen, Frauen verdienen auch - aber bloß etwas dazu. Teilzeit und Elternzeit sind fast immer noch Frauensache, Führungspositionen und hohe Gehälter Männersache.
Rezensentin Monika Dittrich liest mit Interesse das Buch der Soziologin Jutta Allmendinger. Die Autorin fürchtet um die kaum erreichte Gleichstellung von Mann und Frau, wenn die Pandemie uns ins Homeoffice treibt. Wie das vor sich geht, beschreibt Allmendinger laut Dittrich ganz ohne Soziologinnenjargon, dafür mit persönlicher Note. Ihren eigenen Weg als Wissenschaftlerin beschreibt die Autorin nämlich gleich mit, wenn sie erklärt, warum Frauen die Verliererinnen der "Pandemie-Politik" sein könnten. Besonders gut, da motivierend findet Dittrich, dass Allmendinger auch Lösungsvorschläge anbietet. Die setzen in der Politk an, aber auch bei Mann und Frau selbst, so Dittrich.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…