Dagmar Pauli

Die anderen Geschlechter

Nicht-Binarität und (ganz) trans* normale Sachen
Cover: Die anderen Geschlechter
C.H. Beck Verlag, München 2023
ISBN 9783406807282
Kartoniert, 272 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Die aktuelle und von den Medien aufgeputschte Debatte über die Rechte von trans Menschen wird polemisch geführt und geht an den eigentlichen Fragen vorbei: Wie können wir Menschen mit diversen Geschlechtern und Geschlechtsidentitäten ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Wie können wir junge Menschen sorgfältig auf dem Weg begleiten, ihre eigene Identität zu finden und zu leben? Was ist überhaupt das Geschlecht und wie wird es definiert? Und was ist Nicht-Binarität - gibt es das nur in einer binären Welt? Können Menschen und wenn ja ab welchem Alter selbst über ihr Geschlecht entscheiden? Das Buch greift diese Fragen auf und sucht zusammen mit jungen und diversen Menschen nach Antworten. Es ist ein Buch, das der jungen Generation eine Stimme geben und der älteren Generation helfen soll, diese anzuhören - ein Beispiel für den notwendigen Dialog, der Veränderungen möglich macht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2023

Geschlechtsidentität ist eines der am stärksten polarisierenden Themen derzeit, weiß auch Rezensentin Vera Schroeder, jetzt meldet sich mit Dagmar Pauli eine Expertin zu Wort: Sie ist Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Zürich und befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema. Sie tritt dafür ein, Geschlecht nicht nur als körperlich-medizinische Kategorie zu verstehen und den betreffenden Menschen ein "Recht auf Selbstbestimmung" zuzugestehen, erfahren wir. Wahrscheinlich werden diesem Buch nicht alle positiv gegenüberstehen, vermutet Schroeder, die Forderung Paulis, sich von der Idee wegzubewegen, Geschlecht wäre etwas, das man diagnostizieren und wegtherapieren kann, dürfte ebenfalls polarisieren. Diese Polarisierung kann auch zu Wut bei denen führen, die sich in ihren Sorgen übergangen fühlen, befürchtet die Kritikerin, die sich zum Abschluss der These der Autorin anschließt, dass es bis zu einer gemeinsamen Übereinkunft bei dem Thema noch dauern wird.

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