Allen Liebhabern der Kunst gilt die Einladung von Daniel Arasse, mit ihm persönlich die Geschichte der Kunst noch einmal so zu erleben, wie sie sein Leben prägte. Kurz vor seinem frühen Tod im Dezember 2003 sprach er im Radio zu einem großen Publikum. Arasse führt uns zu den wichtigen Schlüsselereignissen und -bildern der Kunst - von der "Sixtinischen Madonna" und der "Mona Lisa" bis zu den Mantuaner Fresken des Mantegna über Velaszquez, Vermeer, Ingres, Fragonard, Manet bis zu Anselm Kiefer. Die Auswahl seiner Lieblingsbilder und die wichtigsten Themen seines Forscherlebens vermittelt dieser ungewöhnliche Bilderdenker hier noch einmal dem großen Publikum.
Man sollte sich nicht von der Aufmachung dieses Buches täuschen lassen, warnt Elke von Radziewsky, die sie an ein Kochbuch erinnert. Hier werde nämlich nicht "Hausmannskost" serviert, sondern feinste französische Kunstdelikatessen. "Selten ist in den letzten Jahren ein lesenswerteres Buch über Kunstgeschichte erschienen". Wie der in Frankreich bekannte Kunsthistoriker Arasse persönliche Kunsterfahrung mit wissenschaftlicher Analyse verbindet, lässt die Rezensentin begierig Seite um Seite wenden. Arasse nähere sich den Bildern über Details, die ihn dann zu weitläufigeren Assoziationen führen. Großartig, meint Radziewsky, die dem Buch eine passendere materielle Erscheinungsform gewünscht hätte, vielleicht "Romanformat", auf wertigem Papier, "damit die Form dem Inhalt entspricht und der Band sich in die Hand schmeichelt".
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