David Constantine

Etwas für die Geister

Gedichte. Englisch-Deutsch
Cover: Etwas für die Geister
Wallstein Verlag, Göttingen 2007
ISBN 9783835301030
Gebunden, 158 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Johanna Dehnerdt und Hauke Hückstädt. Ein erheblicher Vorzug dieser Gedichte ist ihre Zurückhaltung. Nichts wird ausgestellt. Doch die Archive dahinter sind alles andere als leichtgewichtig. Edward Thomas, D.H.Lawrence, Keats und Hardy zählt Constantine zu den Autoren, die ihn beeinflusst haben, aber auch Goethe, Hölderlin und Kleist, die er ebenso übersetzt hat wie die Franzosen Michaux und Jacottet. David Constantines Schreiben ist auf diskrete Weise aufgeladen von der humanen Idee, dass ein Gedicht im Leser Sinn für ein freieres, vollständigeres und wahrhaftigeres Leben weckt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2007

Erfreut zeigt sich Rezensent Christoph König über diese zweisprachige Ausgabe mit Gedichten von David Constantine, die den englischen Lyriker erstmals im deutschen Sprachraum vorstellt. Seine Gedichte beschreibt König als hochkonzentrierte Meditationen über Themen wie den Tod, Gestalten aus der Mythologie, Erotik, Kunstwerke. Angenehm empfindet er den Verzicht auf modernistische Künstlichkeit, formale Exaltiertheiten und selbstreferentielle Spielereien. Dabei bescheinigt er dem Dichter einen überaus souveränen Umgang mit rhetorischen Figuren, die aber nie selbst zum Gegenstand der Gedichte würden, sondern ein "nützliches, variabel gebrauchtes Mittel" blieben, "um die poetische Energie zu bündeln".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2007

Hingerissen ist Rezensent Jürgen Brocan von den Gedichten David Contantines, die nun in einem Auswahlband auch für das deutschsprachige Publikum vorliegen. Der englische Lyriker schildert, weit entfernt von Sprachspielereien oder hermetischen Fügungen, seine äußerst genauen Beobachtungen, und das aus einer "erfrischend subjektiven" Perspektive heraus, lobt der Rezensent. Ihm gefällt der charmante und authentische Ton, der aus den Gedichten spricht, besonders lässt er sich von der alles durchdringenden Empathie der Texte einfangen. In seinen Poetikvorlesungen habe Constantine gefordert, dass Lyrik helfen solle, vertraute Dinge neu zu entdecken und so die Leser zu "aufmerksameren, wacheren" Menschen zu machen. Mit seinen Gedichten gelingt dem Lyriker genau dieses, so Brocan beglückt, der auch die beiden Übersetzer lobt, obwohl sie mitunter von der Knappheit des englischen Originals abrücken.
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