Aus dem Englischen von C. Gehre und H. Wündrich. Mit Zeichnungen von Heinz Hauser. Arabischer Jude, Israeli, Brite und Deutscher, in Bagdad als Kind verfolgt, überall fremd, nur im Theater zu Hause: Der Schauspiel- und Opernregisseur David Mouchtar Samorei erzählt seine ungewöhnliche Lebens- und Theaterreise in 60 Briefen an seine Enkel- und alle Zeitgenossen Ein Jude aus dem Irak, ein Kosmopolit der Regie, ein Träumer in vier Sprachen, ein Fremder unter Fremden, dessen Heimat das Theater ist. Dieses Buch ist das Memoir eines engagierten und vielfach ausgezeichneten Künstlers. Er spielte und inszenierte in drei Ländern, u.a. am Habima Theater Tel Aviv, in London und Berlin. Sein Blick richtet sich auf Privates und Politisches, Leben und Kunst, Fakten und Fantasien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2026
Der Titel von David Mouchtar Samorais Buch ist ziemlich passend, findet Rezensent Andreas Rossmann, schließlich hat der Theatermacher einen bewegten Lebensweg hinter sich. Er ist als Angehöriger der jüdischen Minderheit in Bagdad geboren, als Kind vor dem grassierenden Antisemitismus und den Pogromen wie fast alle irakischen Juden nach Israel geflohen und nach Stationen in Großbritannien nach Deutschland gekommen, erfahren wir. Das Buch ist in Form von Briefen an die Enkel formuliert, was dem ganzen einen gut lesbaren episodischen Anstrich verpasst, wie Rossmann betont, er liest von der Magie seiner Kindheit, aber auch von Antisemitismus im Theaterbetrieb und Samorais Liebe für das "Theaterwunderland" Deutschland. Der Kritiker hätte zwar ein gründlicheres Lektorat gutgeheißen, liest aber trotzdem gerne von dem aufregenden Leben des Autors.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…