Aus dem Englischen von Georg Deggerich. Der Kanadier David Rakoff begibt sich aus Neugierde und auf der Suche nach dem Schönen, Guten, Wahren in Situationen, die ihm vollkommen fremd sind: Überlebenscamps, Fernsehproduktionen, Buddhismusseminare und andere Veranstaltungen, bei denen mehrere Menschen zusammentreffen. Dabei enttarnt Rakoff die Unsinnigkeiten, den man in unserer modernen Zeit gemeinhin für normal oder gar erstrebens- und bewundernswert hält.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.10.2002
Für Thomas Laux erweist sich in diesem Sammelband mit fünfzehn Reportagen der kanadische Autor einmal mehr als "witziger und scharfsinniger Journalist". Rakoff geht es vor allem darum, die "menschliche Beflissenheit und Dummheit" zu demonstrieren, meint der Rezensent, und das sieht er in den sehr komischen Texten auch gelungen. Dabei sei der Autor bei seinen Recherchen, ob über das touristische Loch Ness oder Esoteriktreffen, stets so "nah an der Wirklichkeit", dass es ganz unwichtig werde, ob die Geschichten wahr oder, wie der Titel glaubhaft macht, erfunden sind. Und wenn auch bei den Texten der "Horror" und der "schlechte Geschmack" des Alltags deutlich zu tage treten, so ist es dem Autor geschuldet, dass wir was "zu lachen" haben, preist der begeisterte und amüsierte Rezensent.
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