Übertragen in heutiges Deutsch von Rainer Derschka. Der Schwabenspiegel ist nach dem Sachsenspiegel das bedeutendste deutsche mittelalterliche Rechtsbuch. Erstmals wird jetzt eine Übertragung in heutiges Deutsch vorgelegt, die es jedem erlaubt, den Text ohne große Mühe flüssig zu lesen. In der ausführlichen Einleitung wird auf die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte eingegangen. Dabei wird deutlich, dass der Schwabenspiegel bislang zu unrecht im Schatten des Sachsenspiegels steht. In Brüssel wird die einzige durchgehend illustrierte Handschrift verwahrt, deren Illustrationen komplett wiedergegeben und gedeutet werden. Der Bildteil wird ergänzt durch ikonographisch interessante Illustrationen aus anderen Schwabenspiegel-Handschriften.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.2002
Erstmals, freut sich Norbert H. Ott, liegt der "Schwabenspiegel", ein mittelalterliches Rechtskompendium, das bis zu Beginn der Neuzeit im Straf- und Zivilrecht gültig war und in mehr als 350 Handschriften und Fragmenten erhalten ist, in neuhochdeutscher Fassung vor. Endlich, verkündet der Rezensent, ist es sowohl Forschern als auch "interessierten Laien" möglich, in diesem bedeutenden Schriftwerk ohne Mühe zu lesen. Dem Konstanzer Rechtshistoriker Harald Rainer Derschka zollt Ott daher hohe Anerkennung, dass er sämtliche 159 Artikel des Lehnrechts und alle 377 Artikel des Landrechts samt Einzelbestimmungen und Sonderfällen auf der Basis einer im Jahr 1840 von Friedrich Leonhard Anton von Lassberg edierten Fassung des Schwabenspiegels "flüssig" und "präzise" ins heutige Deutsch übersetzt hat. Und dabei hat Derschka auch nicht vergessen, so der Rezensent, die Ikonografie dieses Werks zu berücksichtigen und "eingehend" zu untersuchen. Schließlich werde mittelalterliches Recht erst nachvollziehbar, ist Ott überzeugt, wenn Bild und Schrift gemeinsam betrachtet werden können.
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