Herausgegeben von Klaus Schubert und Gisela Müller-Brandeck-Bocquet. Das Buch bietet einen systematischen Einblick in die Außenbeziehungen der EU. Zwei einführende Beiträge skizzieren, wie die Prozesse der Globalisierung und Regionalisierung die Lage von Staat und (Außen-)Politik verändert haben und in welcher Form sich die EU als ein Akteur mit fragmentiertem Profil auf diese neue Konstellation institutionell einstellt. Anschließend analysiert eine Reihe von Fallstudien die Außenbeziehungen der EU gegenüber verschiedenen Ländern, Regionen, Krisen und anderen Herausforderungen - von der Politik der Osterweiterung über die Mittelmeerpolitik bis zur Entwicklungs-, Umwelt-, Handels-, Währungs- und Sicherheitspolitik. Die Studie will u.a. klären, ob die auswärtigen Aktivitäten der EU eine qualitativ neue, eine "postmoderne" Form der Außenpolitik darstellen und was die Grundlagen und Ziele des Bemühens um eine stärkere Profilierung der EU in der Weltpolitik sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2001
Die Rezensentin Marianne Kneuer begrüßt diese Studie zur außenpolitischen Rolle der EU sehr. Für alle hierin veröffentliche Aufsätze gilt, so Kneuer, dass sie nicht nur bisherige Defizite aufzeigen, sondern auch auf bereits vorhandene konstruktive Schritte in die richtige Richtung hin zu einer stärkeren außenpolitischen Position der EU verweisen. Die "vierzehn Fallstudien" zeichnen sich zudem durch eine "breite Anlage" aus, da sie "nicht nur jede Region..., sondern auch die zentralen Politikfelder" abdecken, lobt Kneuer. Sie fühlt sich sehr gut informiert durch diese "profunde Studie", vermeint daher zu wissen "wohin die Entwicklung" gehen sollte und empfiehlt das Buch "als substantiellen, die wissenschaftliche und politische Diskussion weitertreibenden Beitrag".
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