Die tragische Liebesgeschichte von Lancelot und Ginover

Prosalancelot I und II
Cover: Die tragische Liebesgeschichte von Lancelot und Ginover
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783458171881
Gebunden, 2393 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben, kommentiert und übersetzt ins Neuhochdeutsche von Hans-Hugo Steinhoff. Der mittelalterliche Romanzyklus um Lancelot und den Gral ist in seiner mittelhochdeutschen Fassung zugleich auch der erste deutsche Prosaroman. Mit einem bis dahin unerhörten Aufwand an epischer Phantasie führt er die episodische Welt der klassischen Artus-Romane zu einem enzyklopädischen Ganzen zusammen und interpretiert sie neu.
Die Wirkung des Prosalancelot auf die europäische Literatur ist schwerlich zu überschätzen: Zu Anfang des 13. Jahrhunderts in Frankreich entstanden, wurde er in zahlreichen, kostbar illuminierten Abschriften, Übersetzungen und Bearbeitungen in alle Literatursprachen des Spätmittelalters verbreitet. Unmittelbar nach dem französischen Original begonnen, entstand die ganz eigenständige mittelhochdeutsche Fassung in einem äußerst langwierigen Prozess.
Die beiden ersten Bände dieser fünfbändigen "Prosalancelot"-Ausgabe erzählen von Lancelots Herkunft und Aufnahme in die Tafelrunde und die Geschichte seiner Liebe zu Ginover und bieten eine in sich abgeschlossene Handlung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2006

Diese beiden Bände basieren auf einer fünfbändigen und recht kostspieligen Ausgabe des Deutschen Klassikerverlags, informiert Tilman Spreckelsen, und sie sind textidentisch mit ihren beiden ersten Bänden - aber wesentlich preiswerter. Spreckelsen hat die 2.400 Seiten offensichtlich mit Gewinn gelesen und erzählt kenntnisreich von dieser Prosaversion der bekannten Lancelot-Sage aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich um den Roman einer Spätzeit, erläutert Spreckelsen. Das Reich des Artus und seiner Tafelrunde scheint hier schon dem Untergang geweiht. Spreckelsen erfreut sich an den vielen farbigen Episoden und Seitensträngen der hier vorliegenden monumentalen Prosaversion und fordert den Insel-Verlag auf, auch die nächsten drei Bände in einer Volksausgabe herauszubringen. Über die Übersetzung ins Neuhochdeutsche sagt Spreckelsen nichts, ausdrücklich lobt er aber die Kommentare der Ausgabe.
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