Aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach. Mit einem Nachwort von Nora Gomringer. Dieser zweite Band von Parkers Gedichten enthält die Übertragungen ihrer verstreut publizierten, sogenannten "leichten Verse" - in Wahrheit Gedichte von kalkulierter und raffinierter Schlichtheit. Dorothy Parker kombiniert Schmalz und Schnoddrigkeit und erkundet die neuen Welten des frühen 20. Jahrhunderts aus der Sicht der berufstätigen Frau. Ihre Gedichte sind ein Zusammenspiel aus Melancholie und Witz, aus Trauer und Schmerz, aus Pathos und Spott. Und dann gibt es den realistischen Roman: Wenn sich der Autor mal auf richtige Action verlegt, verschüttet eine Figur ihre Frühstücksflocken. Auf dem Höhepunkt des Buchs entscheidet die Heldin, ihre alte Taftbluse umzuarbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.05.2024
Laut Rezensent Björn Hayer behauptet Dorothy Parker mit jedem neuen Gedicht ihre Freiheit. Sie schlägt gegen Machos wie Hausfrauen gleichermaßen witzig und sarkastisch zu und lässt sich nicht als Feministin etikettieren, stellt er erfreut fest. Die von Ulrich Blumenbach übertragenen und von Nora Gomringer mit einem etwas "gespreizten" Nachwort versehenen Texte halten den Spagat zwischen Tragik und Ironie, Tragik und Humor recht gekonnt, beteuert der Rezensent, der Parkers Leichtigkeit vor allem anderen schätzt.
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