Mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist auch für den Schriftsteller Dror Mishani mit einem Schlag alles anders. Zwischen Luftalarm, Diskussionen mit den Teenagerkindern am Küchentisch, Freiwilligenarbeit auf Salatfeldern und dem Versuch, auch in Kriegszeiten Alltag zu leben und zu schreiben, hält Dror Mishani fest, wie der Gaza-Krieg die israelische Gesellschaft und seine Familie verändert - und hält daran fest, dass das Leid auf beiden Seiten aufhören muss.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.07.2024
Ein eindrückliches Buch, ein "Dokument der Zeitgeschichte" gar hat Dror Mishani laut Rezensent Carsten Hueck geschrieben. Es handelt sich um Tagebuchaufzeichnungen, die am 7. Oktober einsetzen, mit Mishanis Reaktion auf die Morde der Hamas. Im Folgenden entzieht sich Mishani in seinen Aufzeichnungen der Logik der Rache, beschreibt Hueck, und gerät damit in Opposition zu großen Teilen der israelischen Öffentlichkeit, aber auch seiner eigenen Familie. Viel Hoffnung ist nicht enthalten in diesem Buch über die Situation der israelischen Gesellschaft, stellt der Rezensent klar. Mishani versuche sich die Rhetorik nationalistischer Politiker und Medien durch klassische Literatur, wie etwa die Ilias, vom Leib zu halten. Ein großes Buch ist das, findet Hueck, feinfühlig, analytisch präzise und doch ein Zeugnis der Verstörung.
Der israelische Schriftsteller Dror Mishani erzählt im FR-Gespräch mit Sylvia Staude von der schlimmen Zeit nach dem 7. Oktober. Seine Tagebuchaufzeichnungen aus dieser Zeit sind als Buch erschienen. Er plädiert dafür, sowohl die israelische als auch die palästinensische Perspektive einzunehmen. Unser Resümee
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