E.M. Forster

Die Maschine steht still

1 CD
Cover: Die Maschine steht still
Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2019
ISBN 9783742409737
CD, 12,00 EUR

Klappentext

1 CD, ca. 74 Minuten Laufzeit. Aus dem Englischen von Gregor Runge. Hörspiel von Felix Kubin nach dem Roman "Die Maschine steht still" von E.M. Forster. Gelesen von Achim Buch, Susanne Sachsse, Rafael Stachowiak u.v.a.  Die Menschen leben in winzigen sechseckigen Waben tief unter der Erde, genießen jedoch allen Komfort. Ihr Alltag ist durch die "Maschine" perfekt geregelt. Ohne das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen kommunizieren sie über elektronische Hilfsmittel, die maximal miteinander vernetzt sind. Das Handbuch der Maschine ist zu ihrer Bibel geworden, wer nicht maschinenkonform denkt und handelt, wird verstoßen. Als der rebellische Kuno entdeckt, dass die Maschine langsam versagt, wagt er einen folgenschweren Ausbruch. Die aufrüttelnde Hörspielproduktion zeigt eindrucksvoll, dass Forsters Dystopie längst in der Gegenwart angekommen ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.09.2019

Die Menschen leben in Waben unter der Erdoberfläche, ihr Lebensrhythmus wird dirigiert von einer allgegenwärtigen Maschine, die jeden persönlichen Kontakt vermeidbar macht, Vergeistigung sowie Gleichförmigkeit sind die höchsten Ideale - so beschreibt Rezensentin Sylvia Prahl die Dystopie, die diese Hörspieladaption von E.M. Forsters Roman "Die Maschine steht still" zeichnet. Die Ähnlichkeit der Visionen des Schriftstellers zu aktuellen Technologien wie Skype hat die Kritikerin frappiert und auch die Vertonung der Geschichte hat sie beeindruckt: Die ausgefallene musikalische Begleitung untermalt das Plädoyer des Autors für Individualität, die Sprecher machen virtuos die Gefühle der Hauptfiguren greifbar, lobt sie. Eine klare Empfehlung also!

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.09.2019

E.M. Forsters Science-Fiction-Erzählung "Die Maschine steht still" erschien bereits im Jahr 1909. Darin wird eine postapokalyptische Welt beschrieben, welche ihre menschlichen Bewohner dazu gezwungen hat, sich unter die Erde zurückzuziehen und dort einzeln in Zellen zu leben, erzählt Rezensent Alexander Cammann. Die Versorgung und Kommunikation in diesen Zellen wird von einer Maschine gewährleistet, welcher eine "quasi göttliche Macht" zukommt. Hauptcharaktere sind ein junger Mann und seine Mutter - sie eine traditionelle Maschinen-Gläubige, während er immer mehr zum Skeptiker und schließlich zum Rebellen wird. Dem Klangkünstler und Regisseur Felix Kubin ist es nun gelungen, aus dieser dystopischen Vision ein Klang-Abenteuer, eine "akustische Bedrohung" zu machen, so der begeisterte Rezensent. Die verschiedenen Ton-Elemente - Musik, Geräusche, künstliche Stimmen erzeugen zusätzliche Spannung und machen für den Rezensenten die Allmacht und Allgegenwärtigkeit der Maschine wahrnehmbar.
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