Der Band bietet nicht nur eine "Bilanz der Bundestagswahl" im engeren Sinne, sondern trägt auch dem Untertitel ausreichend Rechnung. Der erste Komplex zielt auf die Analyse des Wahlverhaltens, der zweite bietet einen Überblick zu den Parteien, der dritte betrifft das politische Umfeld der Bundestagswahl, der vierte Teil widmet sich zentralen Politikfeldern, der fünfte dem internationalen Vergleich. Es handelt sich um die erste Studie zur Bundestagswahl 2013.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2015
Zweierlei vermisst Stefan Dietrich in diesem von Eckhard Jesse und Roland Sturm herausgegebenen Sammelband, der die Bundestagswahl 2013 nach Art einer Manöverkritik rekapituliert: Erstens scheint ihm die Realität einer Postdemokratie zu wenig ins Licht gerückt, zweitens hätte er sich gewünscht, die Nichtwähler wären ihm hier vorgestellt worden. Die "Dauerthemen" Energiewende, Europa- und Familienpolitik sieht der Rezensent im Band hingegen ausreichend beleuchtet, zugleich stellt er betrübt fest, dass für alle drei keine Opposition existiert und zu ihrem Betreff im Grunde nur Schaukämpfe ausgefochten werden. Insgesamt gefällt Dietrich der Band als empirie- und datensatt, facettenreich und analysestark. Besonders das Plädoyer für eine "Konkordanzdemokratie" des Politikwissenschaftlers Werner Patzelt hat es ihm angetan.
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