Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2005
"Licht" und "Schatten" findet Stefan Breuer im 4. Teilband der Max-Weber-Gesamtausgabe. Nachdem man in der Vergangenheit hochfahrende Pläne hatte, das "Hauptwerk" Max Webers zu rekonstruieren, nimmt diese Ausgabe, herausgegeben von Edith Hanke und Thomas Kroll, davon "entschieden Abstand" und orientiert sich wieder an der Erstausgabe von 1922, stellt der Rezensent erleichtert fest. Trotzdem beeilt er sich festzustellen, dass die Neuausgabe "Verbesserungen" zu bieten hat, wie die Verlegung einiger Abschnitte in den Band "Gemeinschaften" und die teilweise "Umstellung" von Texten zur "Legitimität". Den "wissenschaftlichen Apparat", der neben editorischen Vorbemerkungen und Erläuterungen auch eine "Fülle" von Quellenhinweisen aufweist, kann man nach Meinung des beeindruckten Rezensenten gar nicht genug loben, und er zollt der gründlichen Recherche und der "mühseligen Kleinarbeit" seine Anerkennung. Allerdings stört sich Breuer an den vielen Fußnoten und daran, dass die Weber-Forschung nicht "angemessen repräsentiert" sei, was dazu führe, das manches, was der Forschung längst bekannt sei, als neuer Fund präsentiert werde, so der Rezensent, der hier streng eine bessere "Literaturkenntnis" einfordert. Alles in allem aber preist er diesen Band als "respektable Leistung" und er will deshalb Hanke und Kroll die "Ehre", die sie bei aller Kritik verdienen, auch nicht verwehren.
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