Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke. Geschichte zu haben ist kein Privileg des Menschen. Und dennoch ignorieren wir die Geschichten von Millionen anderen Arten, die durch unser Verhalten vom Aussterben bedroht sind. Der Biologe Biologen Edward O. Wilson ist davon überzeugt, dass wir nur dann den lebendigen Anteil unserer Umwelt retten und die für unser eigenes Überleben nötige Stabilität herstellen können, wenn wir den halben Planeten zum Naturschutzgebiet erklären. Wenn die Menschheit sich nicht sehr viel mehr Wissen über die globale Lebensvielfalt aneignet und sich nicht schnell dazu entschließt, sie zu schützen, dann werden wir schon bald die meisten Arten, in denen sich das Leben auf der Erde manifestiert, unwiederbringlich verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2016
Christian Schwägerl erfährt mit Edward O. Wilsons Plädoyer für mehr Naturschutzgebiete und den Erhalt der natürlichen Vielfalt der Erde, wie der Mensch zur Ursache der sechsten großen Aussterbenswelle werden könnte. Wilsons Nachzeichnung des Artensterbens bringt Schwägerl bekannte und weniger bekannte Vorgänge nahe. Wenn der Autor in diesem letzten Band seiner Trilogie über das Anthropozän neueste Erfolge der Naturschutzbewegung beschreibt, um Optimismus zu verbreiten, schwant dem Rezensenten allerdings, wie vage alle Pläne sind, die der Autor auftstellt, um die Artenvielfalt zu erhalten.
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