1 mp3-CD etwa fünf Stunden Laufzeit. Gelesen von Achim Höppner. Als gebürtiger Jude und promovierter Philosoph aus Wien war Egon Friedell vieles: Essayist, Schriftsteller, Dramatiker, Theaterkritiker, Schauspieler, Kulturphilosoph und Kabarettist - seine universelle Karriere endete am 16. März 1938 mit seinem Freitod beim Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich. Geblieben ist neben Friedells berühmt gewordener "Kulturgeschichte der Neuzeit" auch die weniger bekannte "Kulturgeschichte Ägyptens und des Alten Orients". Darin steckt Friedells Anspruch, die Welt zu erklären, ohne dabei rein wissenschaftsgetrieben vorzugehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2020
Alexander Kosenina lässt sich vom Kulturphilosophen Egon Friedell und der Stimme Achim Höppners auf ein bisher für ihn unbekanntes Wissensfeld geleiten. Die Kulturgeschichte Ägyptens bringen ihm Autor und Sprecher derart unakademisch lebendig und assoziativ nahe, dass Kosenina sich bald unter Beduinen und Wüstendämonen wähnt. Über Mode, Schmuck, Schrift, Astronomie, Medizin, Grabkultur und Feste erfährt er Aufschlussreiches zuhauf, wenn Friedell kurzweilig Anekdote an Anekdote reiht. Dass die Thesen im Buch oft steil sind, ficht Kosenina nicht an. Mit Friedell öffnet sich die Vergangenheit sogar auf die Gegenwart, versichert er.
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