Mit Abbildungen. Vier eigensinnige Frauen aus drei Generationen einer prominenten Familie Alle vier stammten aus einer der bekanntesten deutsch-jüdischen Familien des Großbürgertums, und doch könnten ihre Lebenswege kaum unterschiedlicher sein. Emilie Mosse wurde zur Repräsentantin des Verlags- und Pressekonzerns Rudolf Mosse im Berlin des Kaiserreichs. Martha Mosse übernahm als erste Frau das Amt eines preußischen Polizeirats in der Weimarer Republik, war Funktionärin der Jüdischen Gemeinde und überlebte die Deportation nach Theresienstadt. Dora Mosse galt als leidenschaftliche Kunsthistorikerin, war Partnerin von Erwin Panofsky im Umkreis der Bibliothek Warburg und der Gelehrtenwelt im Princetoner Exil. Die Berliner Verlegertochter Hilde Mosse, Ärztin und Psychiaterin in New York, war Mitbegründerin der ersten sozialpsychiatrischen Einrichtung für die Schwarze Community von Harlem. Elisabeth Wagner erkundet, was diese Frauen - eigensinnige Schlüsselfiguren in der Geschichte der jüdischen Familie Mosse - bewegte und auszeichnete, wie sie handelten und von welchen Werten sie sich dabei leiten ließen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2024
Rezensent Thomas Karlauf wird nicht froh mit Elisabeth Wagners Buch über Emilie, Martha und Dora Mosse, das laut Rezensent keine Familienbiografie sein will, aber auch keine Emanzipationsgeschichte der Genderforschung ist, wie er findet. Was genau die unterschiedlichen Lebensläufe vereint, kann ihm die Autorin nicht verdeutlichen. Allzu sehr bleibt Wagner bei dünner Quellenlage im Ungefähren, meint er, wenn sie Alltag und Beruf der Mosse-Frauen darstellt. Um die Frage, welche Rolle Martha Mosse als Verwaltungsjuristin der Berliner Jüdischen Gemeinde bei den Deportationen gespielt hat, macht Wagner einen Bogen, stellt Karlauf bedauernd fest. Insgesamt erschließt sich ihm leider nicht, welchen Plan die Autorin in ihrem Buch verfolgt.
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