Mit einem Vorwort von Dagyab Kyabgön Rinpoche. Amdo Gendün Chöpel (1905-1951), eine der schillerndsten Persönlichkeiten Tibets im 20. Jahrhundert, war ein Tulku und Gelehrter, ein Künstler, Träumer, Rebell, ein Forscher und Wanderer zwischen den Welten, zwischen Ost und West, zwischen Askese und Ausschweifung, Religion und Politik. Er war ein Mann, der die Liebe und die Frauen liebte. Noch heute sind manche Tibeter davon überzeugt, dass nur er das tragische Schicksal ihres Landes hätte abwenden können. Elke Hessel erzählt die Lebensgeschichte dieses "modernen, unheiligen Narren" und lässt überdies einen wichtigen Teil der tibetischen Geschichte unmittelbar lebendig werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2002
Etwas zu subjektiv in ihrer Herangehensweise findet die Rezensentin Alice Grünfelder diese Biografie des tibetanischen Gelehrten Amdo Gendün Chöpel von Elke Hessel. Deswegen stört sie sich auch an einigen der "religionsphilosophischen Belehrungen" der Autorin, die Grünfelders Ansicht nach eher Verwirrung stiften als über Chöpels An- und Absichten aufzuklären. Trotzdem scheint die Rezensentin mit dem Buch unterm Strich doch recht zufrieden, und das liegt daran, dass die Autorin sich in dieser Biografie auf die interessantesten Aspekte von Chöpels Leben bezieht, "nämlich auf seine gesellschaftspolitischen Forderungen", die ihn zum Hoffnungsträger machten, mit denen er aber auch gescheitert ist. Dass seine Nachfolger nun wenigstens mit einem seiner Projekte, der Bewahrung der tibetischen Umgangssprache, nicht scheitern, darauf hofft die Rezensentin nach dieser Lektüre.
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