Emilia Roig

Why We Matter

Das Ende der Unterdrückung
Cover: Why We Matter
Aufbau Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783351038472
Gebunden, 397 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin und Politologin Emilia Roig zeigt - auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie, in der wie unter einem Brennglas Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Auschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen -, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2021

Für die Rezensentin Elena Witzeck ist das Buch der Völkerrechtlerin Emilia Roig wichtige Lektüre, radikal, unnachgiebig beim Aufzeigen von Empathielücken und den blinden Flecken der Diskriminierungsdebatten. Dass die Autorin in ihren Forderungen nach gesellschaftlicher Veränderung, nach neuen Lehrplänen und juristischer Revision so weit geht, dass es wehtut, scheint Witzeck beim zweiten Hinsehen nur logisch. Der belehrende Ton und die Dichte der Ausführung machen ihr die Lektüre nicht gerade zum Spaziergang, doch schon Roigs eigener Erfahrungsschatz als queere, schwarze Frau in Sachen Diskiminierung macht das Buch für Witzeck zu einer Quelle der Erkenntnis.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2021

Rezensentin Sonja Zekri ist bestürzt über die alten "Hierarchien, Entwertungen und verweigerten Chancen", die die Autorin aufzeigt und staunt über die Freundlichkeit, mit der Emilia Roig dennoch dazu aufruft, das Alte hinter sich zu lassen, da unter den herrschenden Verhältnissen immer auch die Täter-Seite leide. Die Forderungen der Autorin findet die Kritikerin radikal, oder auch naiv, jedenfalls aber ist sie beeindruckt von ihrer Fähigkeit, bei klarem Blick auf das vielfältige Opfersein auch die Privilegierung auszumachen, die fast jede auf die eine oder andere Weise gleichzeitig besitzt. Dass nicht Ausgrenzung und Trennung bei Roig herrschen, sondern ein "ozeanisches Miteinander" vorstellbar wird, überrascht die beeindruckte Kritikerin dennoch. In jedem Fall aber beurteilt sie dieses Buch als eine "gute Wahl" für alle, die sich mit dem Thema Diversität auseinandersetzen möchten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.02.2021

Dieses Buch der BLM-Aktivistin und Politologin Emilia Roig sollte "noch dem letzten Zweifelnden klarmachen", dass die Diskriminierung von Schwarzen sowohl real als auch ein ernstzunehmendes Problem ist, meint Rezensentin Marlen Hobrack. Besonders stark fand sie die Stellen, an denen die Autorin die Theorie mit ihren persönlichen Erfahrungen illustriert. Wenn sie den Interdependenzen verschiedener Diskriminierungsformen nachspürt, wird Roig bisweilen aber ungenau, moniert Hobrack. Der aufrüttelnden Wirkung des Bandes tut das in ihren Augen aber keinen Abbruch.

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