Struktureller Rassismus, weiße Privilegien und Andersmachung von verletzbaren Minderheiten - die Debatte der vergangenen Monate hat gezeigt, wie stark diese Themen die Gesellschaft polarisieren. Und auch wenn das Bewusstsein für die Ungleichheit in unserem Land gewachsen ist: Rassistisches Denken ist nach wie vor tief in uns allen verankert - und doch unsichtbar für die weiße Mehrheitsgesellschaft. Diese blinden Flecken will Mohamed Amjahid in seinem Buch auflösen. Er beschreibt dabei nicht nur, wie das System weißer Privilegien wirkt, sondern zeigt auch ganz konkret, wie wir unseren Rassismus verlernen können, um dem Ziel einer friedlichen, gerechten und inklusiven Gesellschaft gemeinsam näher zu kommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2021
Julia Rothhaas schwankt zwischen Bewunderung für Mohamed Amjahid und seine Bemühungen, Alltagsrassismus sichtbar zu machen, und Unglauben, wenn der Autor seine Empörung auf die Spitze treibt, etwa, wenn er das plastikfreie Einkaufen in arabischen Souks über den grünen Klee lobt. Amjahids Beobachtungen zum teils unbewussten Rassismus, zu "refugee porn" und weißen Privilegien findet sie immer dann eindringlich und wichtig, wenn der Autor genau hinsieht, Empfehlungen zum kritischen Umgang mit Diskriminierung gibt und an dessen Opfer erinnert.
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