Aus dem Englischen übersetzt von Marion Kraft. In ihrem Essay fordert Emma Dabiri die nächsten notwenigen Schritte, die wir alle gemeinsam gehen müssen, um dauerhafte Veränderungen für eine gerechte Gesellschaft zu schaffen: Wir müssen anders über rassistische Ungerechtigkeit sprechen.Wir müssen die rassistischen Kategorien "Weiß" und "Schwarz" als ausbeuterisches Konstrukt des Kapitalismus erkennen und bezwingen.Wir müssen uns gänzlich von repressiven rassistischen und klassistischen Denksystemen lösen. Wir müssen für gemeinsame Ziele, für alle Menschen einstehen.
Rezensentin Marlen Hobrack hält Emma Dabiris Buch zum Thema "White Privilege" für instruktiv. Denn während die selbst als Tochter einer Nigerianerin und eines Iren in Dublin und Atlanta aufgewachsene Autorin einerseits mit dem weißen Antirassismus und vor allem dem Onlineaktivismus abrechne - nicht so polemisch wie jüngst der konservative Literaturwissenschaftler John McWhorter, aber im Ton einer "alten Freundin, die einem die Meinung geigt", so Hobrack -, liefere sie doch stets konstruktive Vorschläge, was der Kritikerin gut gefällt. So halte Dabiri weder performative antirassistische Statements auf Social Media, noch die Forderung des "Einfühlens" ins Gegenüber für hilfreich. Um alte Grenzziehungen aufzuheben, die für die Autorin auch immer etwas mit Klassengrenzen zu tun haben, schlägt sie hingegen ganz pragmatische Koalitionen vor, ebenso wie eine Sichtbarmachung der Gruppe der Weißen, resümiert die Rezensentin beeindruckt.
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