Übersetzung aus dem Französischen und Nachwort von Frank Miething.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Die Talmud-Lesungen des jüdischen Religionsphilosophen Emmanuel Levinas leisten aus Sicht des Rezensenten Thomas Sparr Eindrucksvolles: Sie geben auf letzte Fragen erste Antworten, und lassen dabei doch das Spektrum historischer Einsichten und Deutungen sichtbar werden. In dem nun vorliegenden abschließenden Band sind drei Vorträge versammelt: Über den Willen des Himmels und die Macht der Menschen, über das Verhältnis des jüdischen Denkens zum griechisch-abendländischen und über die Frage, die Kulturen und Traditionen teilt: Wer ist er selbst? Für Sparr bezeugen die Lektionen, dass die Vernunft von einem menschlichen Miteinander ausgehen muss, ihr Wesen ist Kommunikation. "Das Genie besteht, anders als im abendländischen Verständnis, in Teilhabe und Vielfalt", fasst Sparr eine Erkenntnis Levinas zusammen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…