Schwarz-Rot-Gold steht für unsere freiheitliche Verfassung und damit das Fundament unserer offenen Gesellschaft. Wie kann es dann sein, dass dieses Symbol zunehmend von der extremen Rechten gekapert und umgedeutet wird? Warum nehmen viele Bürgerinnen und Bürger das einfach hin, warum ist ihnen die freiheitliche Bedeutung unserer Staatssymbole so wenig bewusst? Enrico Brissa, langjähriger Protokollchef zweier Bundespräsidenten und des Deutschen hält ein leidenschaftliches Plädoyer für einen gelebten Verfassungspatriotismus - und zeigt, warum wir gerade in Krisenzeiten unsere Staatssymbole brauchen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2021
Rezensent Thomas Holl lässt sich von Enrico Brissa die Bedeutung von Nationalsymbolen erläutern und zur Debatte über Patriotismus anregen. Was der Jurist und Protokollchef des deutschen Bundestags beim Bundesflagge-Schwenken erlebt hat, berichtet der Autor laut Holl und verknüpft das mit einem Plädoyer zum Flaggezeigen und deutscher Demokratiegeschichte. Dass der Autor die Flagge nicht den Rechten überlassen möchte und mit seinem Buch zum Kampf um die Deutungshoheit bläst, weil Symbole nun mal wichtig sind, scheint Holl insgesamt zu goutieren.
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