Aus dem Amerikanischen von Beate Schäfer. Träume sind unendlich. Die USA fiebern dem Start des Spaceshuttles Challenger entgegen. Gleichzeitig besuchen drei Geschwister im US-Staat Delaware die 7. Klasse und sind auf ihren eigenen Umlaufbahnen unterwegs: Der zwölfjährige Fitch verbringt jeden Nachmittag mit Flipperspielen und kämpft gegen sein explosives Temperament. Bird, seine Zwillingsschwester, träumt davon, die erste Shuttle-Kommandantin der NASA zu werden. Und Cash droht, ein zweites Mal in der 7. Klasse durchzurasseln. Als die Raumfähre in den Himmel abhebt und sich die Katastrophe ereignet, verändert sich das Leben der drei und bringt sie auf unerwartete Weise zusammen, enger als je zuvor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2022
Rezensentin Lena Bopp bestaunt die "existenzielle Wucht", mit der Erin Entrada Kelly in ihrem Jugendbuch die Konflikte in einer Großfamilie in Delaware im Jahr 1986 entfaltet. Vor dem Hintergrund des Challenger-Starts entwickelt die Autorin ihre Geschichte um die Träume und Widerstände im Leben ihrer Figuren in knappen Kapiteln und mit viel Zuneigung für gesellschaftliche Außenseiter, erklärt Bopp.
Rezensentin Kathrin Hörnlein zeigt sich ergriffen von der Familiengeschichte, die die amerikanisch-philippinische Autorin Erin Entrada Kelly hier schildert. In einer Familie, in der die Eltern ihre Rolle als einfühlsame Bezugsperson nicht erfüllen, kämpfen drei Geschwister jeweils auf ihre eigene Weise mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Als nach der Explosion eines Space-Shuttles für die zwölfjährige Bird die mühsam erbaute Traumwelt im Universum zusammenbricht, sind es die Brüder, die ihr beistehen, resümiert die Rezensentin. Den Roman findet Hörnlein zeitlos und mitfühlend und dass von der Emanzipation eines starken Mädchens erzählt wird, freut sie besonders.
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