Mit feiner Ironie und der Weisheit eines langen Lebens erzählt Ernst von Glasersfeld persönliche Geschichten seines Jahrhunderts.Aufgewachsen in Südtirol und in der Schweiz, spricht er drei Sprachen schon als Kind; Studium in Zürich und Wien; Schilehrer in St. Anton und Australien. 1938 Emigration über Paris nach Irland, dort Landarbeit als staatenloser Farmer. Begegnungen mit Hedy Lamarr und Erwin Schrödinger, Freundschaft mit Erskine Childers, dem späteren Präsidenten von Irland.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.06.2008
Wenn dem Leser die Bedeutung des Philosophen und Kommunikationswissenschaftlers Ernst von Glasersfeld, der mit der Begründung des radikalen Konstruktivismus, der Konstruktion eines manuell betriebenen "Sperrholzcomputers" oder der Erfindung einer Sprache zur Kommunikation mit Menschenaffen seinen Ruhm befestigt hat, nicht klar ist, so sind die äußerst "uneitel und zurückhaltend" daherkommenden Erinnerungen kaum dazu angetan diese Wissenslücke aufzufüllen, meint Oliver Pfohlmann. Festgehalten werde nicht so sehr der intellektuelle Werdegang, sondern vor allem das Privatleben wie Skitouren, das Internatsleben oder Liebesgeschichten, und das mit so viel Humor, Eleganz und in interessanten Anekdoten, dass der Rezensent ganz entzückt ist. Wenn dann doch auch mal Schreckliches berichtet wird, wie der unerwartete Tod seiner ersten Frau, dann ist beim Leser der Schock umso größer, stellt Pfohlmann fest, der offenkundig gern in den Memoiren gelesen hat.
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