Erwin Wickert

Das Gipfelgespräch

Ansichten und Einsichten
Cover: Das Gipfelgespräch
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2003
ISBN 9783421055101
Gebunden, 320 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

In einem hintergründigen, amüsanten "Gipfelgespräch" des Autors mit römischen und chinesischen Kaisern wünschen sich diese, dass er ihren Ruhm weit verbreite. Er aber erwidert: "Große Themen gibt es auch bei den 'kleinen Leuten' zuhauf. Ich schildere Kaiser ebenso gerne wie Menschen, die von den Kaisern verfolgt, missbraucht, geliebt oder gar umgebracht werden." Erwin Wickert, in abendländischer Geschichte, Politik und Kultur ebenso zu Hause wie in der ostasiatischen, gibt in Essays und literarischen Feuilletons seine Ansichten über unsere Welt, "korrekte" und "inkorrekte", wieder, bevor er sich dann den Ländern zuwendet, die ihn stets besonders fasziniert haben: Japan und China.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2003

Eine solche Sammlung von "Opusceln, Gelegenheitsarbeiten und Aufsätzen aus mehr als fünfzig Jahren" ist eigentlich einer Festschrift für ihren Autor, hier Erwin Wickert, vergleichbar, schreibt Henning Ritter. Ein Leser, wenn er nicht gerade Freund oder wenigstens Eingeweihter sei, wisse dann oft wenig damit anzufangen. Dieser Band jedoch enthalte "eine Reihe von Texten", die "noch heute fesseln". Ritter ist von Erwin Wickert aber vor allem angetan, weil es sich bei ihm um ein Beispiel "für das Ideal des europäischen Politikverständnisses", für "den in Deutschland so seltenen Typus des Schriftsteller-Diplomaten" handele. Im Falle Wickerts führe diese Mischung zwar auch dazu, dass man einigen Texten in dem Band den Vorwurf des "Moderaten" nicht ersparen könne. In der sprichwörtlichen Besonnenheit des Diplomaten sieht Ritter allerdings auch die Bedingung der Möglichkeit für die Entstehung jenes Textes in dem Band, der offenbar den eigentlichen Anlass für diese Besprechung bietet: Darin gibt Wickert ein verstörendes, völlig ergebnisloses Gespräch mit einem der Piloten des Flugzeuges wieder, das die Atombombe über Hiroshima abgeworfen hat. Wickerts moralische Zurückhaltung und nur sehr vorsichtige Kommentierung des Gespräches mache diesen Text zu einem "bedeutenden Dokument".

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