Herausgegeben von Michael Kogon und Gottfried Erb.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000
Erst zum Schluss haben sich die Herausgeber der Texte des Publizisten und Politologen ("Der SS-Staat") an sein Frühwerk getraut, informiert Norbert Seitz. Denn da kommt zu Tage, "wie Kogon geistig zwischen Duce und Dollfuß" gerät. Kogon ist vom Ständestaat fasziniert und schreibt für ein sozialkatholisches Blatt, das vom "überproportionalen Einfluss der Juden" spricht. Aber Norbert Seitz glaubt ihm die "Läuterung", die er als KZ-Häftling im Kontakt mit anderen Gefangenen erfährt. Das "überragende Lebenswerk" hat jedenfalls den "affirmativen Festredenjargon", in dem das Vorwort von Kogons Sohn Michael gipfelt, gar nicht nötig, so Seitz.
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